Kinder der St. Gregor-Jugendhilfe und Lechstahlwerke arbeiten zusammen

Eine ungewöhnliche „Kooperation“ zugunsten des neuen Familienzentrums der St. Gregor-Jugendhilfe in Meitingen sind die Lechstahlwerke mit den Kindern der heilpädagogischen Tagestätte eingegangen. Die Kinder Annalena, Fabian, Christian, Markus, Nikolai, Sabrina, Sanae, Sebastian, Stefan und Susanne malten Bilder zur Gestaltung der Weihnachtskarten der einzelnen Unternehmen der Unternehmensgruppe und diese spendierten dafür 2.000 Euro für Möbel und Einrichtungsgegenstände für die Schulgruppe der Tagesstätte, die nach den Weihnachtsferien in Räume im neuen Familienzentrum der St. Gregor-Jugendhilfe in Meitingen umziehen wird.


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Von links: Judith Mester, Referentin Öffentlichkeitsarbeit der Lech-Stahlwerke GmbH bringt die fertigen Weihnachtskarten in die Gruppe. Erzieherin Jessica Weglehner freut sich mit dem kleinen Christian und Gruppenleiter Hubert Müller über die gelungenen Werke der Kinder. Auch Christians Papa arbeitet im Stahlwerk.


Finanziell unterstützt wird der Neubau außer durch die Lechstahlwerken auch durch die Lechwerke AG LEW sowie durch einen 400.000 Euro-Zuschuss der „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks. Von staatlicher Seite gibt es keine Kostenübernahmen für den Bau, deshalb ist der Jugendhilfeträger auf die Unterstützung angewiesen.

Die St. Gregor-Jugendhilfe ist seit gut zwölf Jahren für Kinder und Familien in Meitingen präsent – in der Region jedoch schon seit über 400 Jahren. Heute verfügt das ehemalige Waisenhaus über ein breites Hilfsangebot von Jugendsozialarbeitern bis Wohngruppen. In Meitingen bietet die Jugendhilfeeinrichtung eine heilpädagogische Tagesstätte sowie ein Familienbüro an. Letzteres ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Marktgemeinde Meitingen und dem Landkreis Augsburg.

Kurt Nießner, Regionalleiter bei der St. Gregor-Jugendhilfe, freut sich auch aus pädagogischen Gründen über die Aktion. „Für die Kinder ist es toll, wenn sie die gedruckten Karten mit ihren Arbeiten in den Händen halten. Das ist eine wunderbare Wertschätzung für das, was sie leisten. Und die Kinder haben so das Gefühl, selbst etwas zu dem neuen Haus beigetragen zu haben.“ Auch Judith Mester, Referentin Öffentlichkeitsarbeit der Lech-Stahlwerke GmbH, war es wichtig, die Kinder in die Aktion mit einzubeziehen. Weiterhin spielte der Regionalbezug der Spende eine Rolle bei der Entscheidung: „Wenn wir Kinder und Familien durch die St. Gregor-Jugendhilfe unterstützen, kommt das auch unseren Mitarbeitern zu Gute und damit letztendlich unserem Haus.“

Das neue Familienzentrum entsteht in einem günstig gelegenen Haus direkt neben der Grundschule. Hier sollen alle Angebote der St. Gregor-Jugendhilfe ausreichend Raum bekommen: Die heilpädagogische Tagesstätte wird dort einziehen, die Bildungsveranstaltungen des „Kunststücks Familie“ werden künftig dort stattfinden, es wird Räume für Beratungen geben, aber auch Platz für neue Angebote wie einen Müttertreff, für Gruppenangebote, für einen Hort, für Ehrenamtlichenprojekte und vieles mehr. Auch die Vernetzung mit Schulen, Vereinen, dem Amt für Jugend und Familie, anderen Träger von Hilfsangeboten, Therapeuten und anderen soll das neue Haus fördern.