„Heimatnah und jugendgemäß“
Mit einem gelungenen Festprogramm unter Beteiligung von Lehren, Schülern und Eltern feierte die Untermeitinger Hauptschule am vergangenem Samstag ihr zehnjähriges Jubiläum. Auftakt zum Programm bildete der Festakt bei dem eine kurzweilige Präsentation die Entstehung und Entwicklung der Lechfeld-Schule illustrierte. Nachgespielte Szenen aus der Geschichte der Schule, Sketche und Ausschnitte musikalisch-künstlerischer Projekte gaben Einblick in die Bildungsarbeit und sorgten für Abwechslung. Der pfiffige Sebastian Klimm aus einer sechsten Klasse führte gekonnt durch das Programm.
Rektor Jürgen Niederlechner begrüßte etwa 150 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, den beiden Kirchen und des Staatlichen Schulamts sowie des Schulverbands Lechfeld und dankte ihnen für die Unterstützung bei der Gründung und Entwicklung der „Lechfeld-Hauptschule“. “Unsere Schule konnte auch gegen lokale Widerstände verwirklicht werden“, äußerte sich Rektor Niederlechner.
Heute kann sie sich als eine Schule mit klaren Profil präsentieren, das nicht nur Bildung, sondern auch Persönlichkeitsentwicklung beinhaltet. Rektor Niederlechner betonte die positive Wirkung der Sozialarbeit durch die St. Gregor-Jugendhilfe an der Schule. Prävention und Konfliktbewältigung zusammen mit dem Sozialarbeiter Christian Kade ermöglichen den Schülern ein gutes Miteinander. Rektor Niederlechner dankte dem Direktor der St. Gregor-Jugendhilfe, Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert für das Engagement in Untermeitingen.
Die Hauptschule Untermeitingen hat eine bewegte Entstehungsgeschichte. Beschlossen wurde der 23 Millionen teure Bau 1993, als der Gesamtschulversuch in der Leonhard-Wagner-Schule in Schwabmünchen eingestellt wurde. Zusätzlich vergrößerte sich der Bedarf nach einer Hauptschule auf dem Lechfeld durch steigende Schülerzahlen. Nach zweijähriger Bauzeit konnte die Hauptschule Untermeitingen im September 1996 in Betrieb genommen werden. Wohnortnähe und Überschaubarkeit – seit zehn Jahre konstante Schülerzahl von 400 – sind ebenso von Vorteil wie die lebensnahe Pädagogik und Förderung musisch-künstlerischer Anlagen. „Eine Schule muss Herz und Verstand bilden“, erklärt der Rektor. Die fundierte Vorbereitung der Schüler auf das Berufsleben wird besonders von heimischen Wirtschaft und Handwerk geschätzt.
Seit vier Jahren gibt es auch eine Ganztagesbetreuung an der Hauptschule in Untermeitingen. Dieses freiwillige Angebot richtet sich an SchülerInnen der 5. bis 8. Klassen. Die Kinder und Jugendlichen benötigen wegen der beruflichen und persönlichen Situation der Eltern eine Betreuung nach der Schule und feste Bestandteile in der Tagesstruktur sowie sinnvolle Freizeitaktivitäten.
Herr Kade ist mit zwei Wochenstunden für die pädagogische Leitung der Ganztagesbetreuung verantwortlich. Der Aufenthaltsraum für die 22 Ganztagskinder konnte durch eine Spende der Firma Schöffel (Schwabmünchen) und unter Anleitung von Kunsttherapeutin Anja Röhnelt-Kamm von den Schülern selbst gestaltet werden.