Erfolgreiche Teilnahme am Rahmenprogramm der Frauen-Fußball-WM
Am Anfang ging eigentlich alles ganz schnell: Nur ein paar Wochen lagen zwischen dem öffentlichen Aufruf der Stadt Augsburg, sich an ‚City of Peace‘ zu beteiligen, der Idee mitzumachen und dem Bewerbungsschluss (31.12.2010): Ein Projekt zur Friedensgeschichte Augsburgs schwebte mir vor. Und weil ich gerade beruflich mit dem Annakolleg zu tun hatte, sollte es etwas für Jugendliche sein, am besten zusammen mit ihnen. Herr Rehbinder, Leiter des Annakollegs, war schnell zu begeistern, stellte die Idee seinen benachbarten Kollegen in der ‚Sozialraum’- Arbeit vor und so bekam ich grünes Licht für eine gemeinsame Projektbewerbung zusammen mit Annakolleg, St. Gregor-Jugendhilfe und Café Schülertreff.
Am 28. Januar dann die gute Nachricht: Herr Rotter vom WM-Büro der Stadt Augsburg teilte mit, dass eine unabhängige Jury sich für den Projektantrag und eine finanzielle Förderung entschieden hatte. Nun konnten wir so richtig losgehen: Am 21. Februar traf ich zum ersten Mal im Annakolleg mit Herrn Rehbinder, Frau Grätz vom Café Schülertreff und Herrn Ender von der St. Gregor-Jugendhilfe zusammen.
Dann am 30. März die erste Sitzung mit den interessierten Jugendlichen aus den drei Einrichtungen – mit einer großen Überraschung: Es kamen so viele, dass wir auslosen mussten, wer mitmachen kann. Das waren dann schließlich 12 Jugendliche, betreut von Herrn Böck (Wassergeister, St. Gregor- Jugendhilfe), Frau Grätz (Café Schülertreff) und Herrn Matthäus (Annakolleg). Wir lernten uns alle erst durch die Projektarbeit kennen und haben in kurzer Zeit (nur zwei weitere ‚Vollversammlungen‘!) lebhaft diskutiert und beschlossen, was wir am 09. Juli ‚bieten‘ wollen.
Und so sah unser ‚Peace Trail‘ dann an diesem heißen Samstagnachmittag aus: Er war eine GPS-gestützte Schnitzeljagd, sog. geocaching, für Kinder, Jugendliche und Familien durch die Innenstadt. Startpunkt der „Trail“ war die WM-Zentrale in der Steingasse. An dem selbst gestalteten Infostand gaben die Jugendlichen den von mir ausgearbeiteten Spielplan an die Teilnehmenden aus und, wenn gewünscht, eine kurze Einweisung. Mit Hilfe der Fragestellungen des Spielplans erhielten die „Trail“-Teilnehmenden dann die Koordinaten für die jeweils nächste Station, insgesamt zehn.
Eine davon war die „Spielstation“ am Moritzplatz, die wir bereits am Vormittag aufgebaut hatten. Hier mussten die Teilnehmenden ein Fußball-Quiz lösen und einen von uns entworfenen und betriebenen Fußball-Geschicklichkeits-Parcours erfolgreich ‚durchlaufen’. Erst dann bekamen sie die weiterführenden Koordinaten. Die Spielstation war bis 18 Uhr geöffnet, der Startpunkt gab bis 17 Uhr Spielpläne aus, war aber bis 18 Uhr geöffnet. Denn hier konnten die Trail-Teilnehmenden einen Loszettel abgeben.
Aus den am 09.07.2011 eingeworfenen Loszetteln haben wir zwischenzeitlich einen Gewinner gezogen, der demnächst unser „Peace Trail“- Shirt mit seinem Vornamen erhalten wird. Der „Peace Trail (Friedenspfad)“ war eine Mit-Mach-Veranstaltung (eine der wenigen im Rahmenprogramm); er verband den bei Jugendlichen beliebten Freizeitspaß ‚geocaching’ mit Bewegung, Geschicklichkeit und vermittelte im Spielplan Augsburger Friedensgeschichte. Er war übrigens als einzige Veranstaltung des Rahmenprogramms ausdrücklich barrierefrei – erfreulicherweise kam tatsächlich auch eine Gruppe von Rollstuhlfahrenden mit ihren Begleitern.

Trotz großer Hitze und nicht ganz so vieler Teilnehmenden wie erhofft, haben die Jugendlichen ihre Aufgabe mit großem Engagement und absolut zuverlässig erfüllt. So sind wir mit unserem Projekt dem Motto des Rahmenprogramms – „City of Peace“ – voll gerecht geworden: Als bunt zusammen gewürfelte Gruppe haben wir friedlich und konstruktiv das Friedensthema für Bürger/innen der Stadt, aber auch Touristen in moderner, ansprechender Form angeboten. Wegen unseres englischsprachigen Veranstaltungstitels haben übrigens mehrfach englischsprachige WM-Besucher (USA, Australien) unsere Jugendlichen angesprochen. So haben wir auch zum internationalen Flair des Rahmenprogramms aktiv beigetragen.
Für ihre ausgezeichnete Projektarbeit danke ich herzlich: Alex, Barbara, Christian, Eddie, Jakob, Lukas, Larissa, Nina, Martin, Mona, Pascal, Perla. Und ebenso ihren Betreuern: Herrn Kristof Böck (St. Gregor-Jugendhilfe), Frau Stefanie Grätz (Café Schülertreff), Herrn Uwe Matthäus ( Annakolleg). Schließlich: Herrn Rehbinder (Annakolleg) für Gastfreundschaft und Logistik, Frau Stefanie Klein (Café Schülertreff) für konstruktive Kooperation, Herrn Pfarrer Haug ( St. Moritz) für wohlwollende ‚Spielstation‘-Nachbarschaft, Herrn Wolfgang Kohl für die Logo- und T-Shirt-Gestaltung, Herrn Stiegeler vom Ordnungsamt für Platzgenehmigungen und Herrn Knoller von der AZ.
Dr. Susanne F. Kohl, Augsburg Kuratorin „Walk the Peace Trail“ im Rahmenprogramm „City of Peace“